Wissenswertes

Was ist Psychotherapie?

Das Ziel einer Psychotherapie ist die Bewältigung bzw. Verringerung von psychischen Leidenszuständen. Diese Leidenszustände werden durch Klassifikationssysteme des Gesundheitssystems in ihrer Ausprägung und Dauer als „krankheitswertig“ eingestuft. Häufig sind auch körperliche Symptome und Beschwerden ein Teil des Leidenszustandes.

Was ist Verhaltenstherapie?

In der Verhaltenstherapie gehen wir davon aus, dass jegliches Verhalten erlernt ist und somit auch verlernt oder verändert werden kann. Deshalb wird davon ausgegangen, dass Leidenszustände durch eine Veränderung des Verhaltens beseitigt oder zumindest gemildert werden können. Dabei bedeutet „Verhalten“ nicht nur das konkret sichtbare Verhalten, sondern setzt sich aus folgenden vier Teilen zusammen:

– konkretes Verhalten
– körperliche Reaktionen
– Gefühle
– Gedanken

Am Beispiel von Ängsten kann Linderung durch verschiedene Strategien eintreten:
Verhalten durch Konfrontation und schrittweises Annähern an die vermiedene Angstsituation
körperliche Reaktionen durch Atem- oder Entspannungstechniken den Puls und die Muskelanspannung regulieren
Gedanken
katastrophisierende Gedanken (z.B. Ich werde sterben!) genauer anschauen und relativieren

Bei welchen Problemen hilft Psychotherapie?

Wenn seelische Leidenszustände nicht mehr selbst oder mit Hilfe von Familie oder Freunden verbessert oder behoben werden können, kann eine psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein.

Solche Leidenszustände sind beispielsweise:
– Angstzustände und Panikattacken
– depressive Verstimmungen und Depressionen
– Zwangsgedanken und Zwangshandlungen
– Lebensmüdigkeit und Selbstmordgedanken
– traumatische Situationen die einen nicht mehr loslassen
– psychosomatische Erkrankungen (Beschwerden, bei denen medizinisch keine körperlichen Ursachen zu finden sind)
– belastende Lebenssituationen oder -krisen
– partnerschaftliche und familiäre Krisen

Ein wichtiger Hinweis ist immer die subjektive Belastung und die Einschränkung der Lebensqualität.

Was bedeutet Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision?

In Österreich erstreckt sich die Ausbildung zur Psychotherapeutin über sechs Jahre. Der Zusatz „in Ausbildung unter Supervision“ bedeutet, dass die Ausbildungskandidatin sich im letzten Abschnitt der Ausbildung befindet und zur selbständigen psychotherapeutischen Tätigkeit unter Supervision berechtigt ist. Die Supervision findet anonymisiert durch erfahrene Lehrtherapeuten statt.

Vorteile, die sich für Sie daraus ergeben sind:
– Eine Therapie nach den aktuellen Ausbildungs- und Therapiestandard.
– Der gesamte therapeutische Prozess wird durch einen zweiten erfahrenen Therapeuten supervidiert und begleitet.
– Kostengünstige Therapie – als Psychotherapeutin in Ausbildung verrechne ich einen günstigeren Stundensatz.

Was ist mir in der Psychotherapie wichtig?

Mir ist bewusst, dass viele Menschen mit großen Befürchtungen, Ängsten, Scham und Misstrauen in eine Therapie kommen.
Ich bin davon überzeugt, dass eine Psychotherapie nur dann gelingen kann, wenn es eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe gibt. Als Therapeutin bin ich Expertin für die Klärung und Lösung von Problemen und den therapeutischen Prozess. Sie sind Experte für sich selbst. Für die Themen die Sie verändern möchten, die Ziele und die Umsetzung von neuem Handeln im Alltag.
Als wichtig empfinde ich eine vertrauensvolle Atmosphäre in der Sie sich sicher fühlen können. Ich begegne Ihnen hier unvoreingenommen und verständnisvoll.

Wie läuft eine Psychotherapie ab?

In den ersten Stunden ist es mir wichtig Sie kennen zu lernen. Ihre Beschwerden, Symptome, die Ursachen und Entwicklungszusammenhänge zu verstehen und nachzuvollziehen, warum diese bestehen bleiben. Dafür brauche ich Informationen und muss auch viele Fragen stellen.
Im Anschluss werden die Informationen gesammelt und miteinander in Verbindung gebracht. Dabei sehen beide, Klient und Therapeut, die Zusammenhänge zwischen Symptomen, Lernerfahrungen in der Kindheit, Lebensgeschichte, aktuellem Verhalten und genetischen Ursachen. Wir nennen dies Problemanalyse.
Diese Problemanalyse zeigt uns, wo etwas verändert werden kann. Gemeinsam formulieren wir dann Ziele, aus denen Sie die für Sie wichtigen auswählen und die wir dann gemeinsam in Angriff nehmen.
In der nächsten Zeit werde ich Möglichkeiten vorschlagen wie Sie diese Ziele erreichen können. Welche Strategien und Übungen Sie ausprobieren möchten entscheiden Sie selbst. Hausausgaben sind in dieser Phase ein wichtiger Bestandteil um Erkenntnisse und Veränderungen zu festigen. Verhalten verändert sich in der Regel nicht von Heute auf Morgen, es braucht Übung, Zeit und oft auch Durchhaltevermögen.
Die ganze Zeit über ist es mir wichtig darauf zu achten, welche Ressourcen und Fähigkeiten Sie schon mitbringen und Ihnen hilfreich sein können. Oft sind diese Ressourcen und Fähigkeiten verdeckt oder Sie können sie nicht als solche erkennen. Durch das Aufzeigen und Bewusstmachen wird die Selbstwirksamkeit und der Selbstwert gestärkt, sodass Sie dies wieder besser spüren können und sich nicht nur in Ihren Schwächen und Mängeln sehen, sondern auch wieder auf Ihre Stärken und Fähigkeiten vertrauen können.
Beendet wird die Therapie, wenn alle Ziele erreicht sind und Strategien besprochen wurden, wie ein Rückfall vermieden bzw. was im Falle eines Rückfalls getan werden kann. Als Klient haben Sie natürlich jederzeit, auch schon vor dem Erreichen der Ziele, das Recht die Therapie zu beenden.

Was ist eine Beratung?

In der Beratung geht es häufig um allgemeine Lebenskrisen, Herausforderungen im persönlichen, familiären, sozialen oder Arbeitsumfeld. Sie erstreckt sich meist über einen kürzeren Zeitraum als eine Psychotherapie. In Abgrenzung zur Psychotherapie geht es hier um Leidenszustände und Beschwerden die nicht als „krankheitswertig“ einzustufen sind.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Als Therapeutin im Ausbildungsstatus biete ich meine Leistungen zu einem günstigeren Tarif an.
Aufgrund des Ausbildungsstatus leistet die gesetzliche Sozialversicherung keinen Kostenersatz.